Eine junge Frau auf den Balearen musste nach einem Biss der sogenannten araña violinista oder auf Deutsch Violinspinne
mehr als zehn Tage im Krankenhaus verbringen. Zunächst schien nichts Besonderes vorzuliegen. Der Biss sah aus wie ein gewöhnlicher Insektenstich und verursachte nur leichte Schmerzen und Rötungen.
Nach einigen Tagen verschlimmerte sich der Zustand jedoch zunehmend. Die Haut begann abzusterben und die Schmerzen nahmen stark zu. Schließlich musste die Frau ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo die Ärzte feststellten, dass es sich um einen Biss der Violinspinne
handelte, auch bekannt als loxosceles reclusa.
Laut einem bekannten spanischen Biologen kommt diese Spinne viel häufiger vor, als man denkt. Die Art lebt vor allem in Häusern, Garagen und anderen geschlossenen Räumen und ist auf den Balearen und in anderen Teilen Spaniens ganz normal anzutreffen. Dennoch wird der Biss oft nicht erkannt, auch nicht von Ärzten.
Das Gift dieser Spinne kann in einigen Fällen zu Nekrose führen. Das bedeutet, dass Haut und darunterliegendes Gewebe absterben. Dadurch entstehen tiefe Wunden, die langsam heilen und manchmal operativ behandelt werden müssen. Je schneller die richtige Diagnose gestellt wird, desto geringer ist das Risiko schwerwiegender Schäden.
Die Spinne ist nicht aggressiv und beißt nur, wenn sie sich bedroht fühlt, beispielsweise wenn sie im Schlaf oder beim Anziehen von Kleidung zerquetscht wird. Dennoch warnen Experten, dass die Folgen schwerwiegend sein können, wenn ein Biss unterschätzt wird.
Fachleute plädieren daher für mehr Bewusstsein sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Gesundheitswesen. Ein Biss, der harmlos aussieht, sich aber schnell verschlimmert, muss ernst genommen werden. Eine frühzeitige Behandlung kann einen langen und schmerzhaften Krankenhausaufenthalt verhindern.
Quelle: Agenturen





